Aktuelles

Mein FSJ am Jo-Ma-Gym in Rochlitz

Mein Name ist Melanie, ich bin 21 Jahre alt und mache momentan mein FSJ am Johann-Mathesius-Gymnasium Rochlitz. Nachdem ich 2019 mein Abitur absolvierte, stürzte ich mich direkt in ein Studium. Dieses habe ich jedoch im Juni 2020 abgebrochen und suchte somit nach einer neuen Perspektive. Recht schnell bin ich auf das FSJ gestoßen, da ich auch in der Vergangenheit schon überlegte ein FSJ zu beginnen.

Nach der Bewerbung und einem ausführlichen Gespräch mit den Mitarbeiterinnen der FSJ Stelle in Rochlitz, fiel meine Wahl auf das Johann-Mathesius-Gymnasium. Da ich mich selbst in meiner Freizeit sozial engagiere und gern mit anderen Menschen zusammenarbeite, freute ich mich sehr auf die Zeit in meinem FSJ.

Ich wurde von Beginn an sehr gut in das Kollegium aufgenommen und integriert. Anfangs habe ich viel im Sekretariat geholfen und hatte so die Möglichkeit auch die Verwaltung und deren Aufgaben an der Schule kennenzulernen. Des Weiteren bestehen meine Aufgaben darin, die jüngeren Klassen zu beaufsichtigen, beispielsweise wenn diese eine Freistunde haben. Entweder die Schülerinnen und Schüler bekommen Aufgaben von der Lehrkraft oder ich kann selbst etwas kreativ sein und mit den Schülerinnen und Schülern kleine Aktionen machen.

An meinem FSJ gefällt mir besonders das Arbeitsklima. Es ist immer jemand da, der einem hilft und man bekommt einen guten Einblick in die verschiedenen Berufsfelder, welche an einer Schule vertreten sind. Für die Aufgaben im FSJ sollte man Flexibilität, Kreativität und Spaß am Umgang mit Kindern und Jugendlichen mitbringen. Ich kann jedem ein FSJ ans Herz legen, denn dieses ist die perfekte Chance, in einen Beruf reinzuschnuppern und vielleicht auch seinen Traumberuf zu finden. Ich habe dadurch einen perfekten Einblick in den Lehrerberuf bekommen und habe somit entschieden Lehramt zu studieren. Auch wenn in diesem Jahr das FSJ pandemiebedingt anders verlaufen ist als geplant, bereue ich meine Entscheidung nicht.

Mein FSJ im Krankenhaus Mittweida

Mein Name ist Cedric, ich bin 19 Jahre alt und absolviere seit September 2020 mein Freiwilliges Soziales Jahr im OP-Bereich des Krankenhauses Mittweida.

                   

Schon in der 12. Klasse hatte ich mich für das FSJ entschieden, um mich beruflich zu orientieren und Praxiserfahrungen zu sammeln. Frühzeitig stand für mich fest, dass ich mit Menschen zusammenarbeiten und im medizinischen Bereich tätig sein möchte. Meine Aufgaben im OP bestehen darin, die OP-Tische vorzubereiten, zu säubern sowie für bestimmte Operationen umzurüsten. Zudem helfe ich dabei, die Patienten vor und nach den Operationen umzulagern, wobei die Sicherheit des Patienten an oberster Stelle steht.

Weiterhin unterstütze ich die Pflegekräfte in der Tagesklinik, indem ich die Betten der entlassenen Patienten säubere, desinfiziere und für kommende Patienten vorbereite. Weitere Aufgaben sind Hol- und Bringedienste sowie die Desinfektion von Mobiliar. Auch konnte ich die Gelegenheit nutzen, bei diversen Operationen zuzuschauen, was sehr spannend und interessant ist.

Da mir alles ausführlich gezeigt und erklärt wurde, konnte ich mich schnell einarbeiten. Im Team wurde ich schnell und sehr gut aufgenommen.

Die Arbeit im OP-Bereich finde ich sehr abwechslungsreich und interessant. Somit entstand bei mir sehr schnell der Wunsch, eine Ausbildung zum OTA (Operationstechnischer Assistent) oder ATA (Anästhesietechnischer Assistent) zu absolvieren, wofür ich auch schon einige Tätigkeiten und Fähigkeiten erlernen konnte.

Ich bin froh, dass ich mich entschlossen habe, ein FSJ zu absolvieren. Dabei konnte ich viele neue Erfahrungen sammeln sowie einen sehr umfangreichen Einblick in die medizinische Arbeit gewinnen.

Was machst du? – Ein Freiwilliges Soziales Jahr!

Was machst du nach deinem Abitur? Hast du schon einen Berufswunsch? Möchtest du studieren? – Wenn ich jedes mal hätte zählen sollen, wie oft mir diese drei Fragen gestellt wurden, dann bräuchte ich gefühlt einen A3-Zettel…

„Mit meinem Abitur in den Händen liegt mir die Welt zu Füßen!“

Mit genau diesem Mindset bin ich letztes Jahr an meine Abiturprüfungen herangetreten, habe sie erfolgreich abgeschlossen, meinen Abschluss zelebriert – soweit wie es eben möglich war – und doch wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Neben zahlreichen Ablehnungen auf Bewerbungen, dem neuen alltäglichen Leben und der gesamten Situation von 2020 lernte ich schnell, das einem nichts im Leben geschenkt wird.

Zu dieser Zeit waren die oben genannten Fragen aktueller denn je, jedoch habe ich mich damit nie so wirklich auseinandergesetzt – ganz im Gegenteil, ich habe sie vor mir hergeschoben, sicherlich aus Bequemlichkeit, aber auch deshalb, weil der Schulalltag, die „angestemmte Routine“, einen nie dazu aufforderte. Plötzlich stand ich da mit meinem Abschluss in den Händen, die meisten meiner Freunde waren bereit, ihr Studium anzutreten und ich? Ich hatte keinen Studienplatz – ich fühlte mich, als wäre ich nicht gut genug für diese Welt … welch eine Ironie!

So entschied ich mich für ein FSJ und ich muss zugeben, es war für mich eine Art „Notlösung“, eine Antwort auf die oben gestellten Fragen. Eine Ausrede, mich nicht schlechter zu fühlen, als ich bin.

Also für jeden, der keinen Studienplatz bekommt, der sich nicht schlechter fühlen will als seine Freude, der hat mit einem FSJ die perfekte Ausrede gefunden. Spaß!

Aber so dachte ich tatsächlich, zumindest in der Zeit bevor ich mein FSJ begann, für mich war es eine Art sicherer Hafen. Jedoch im Nachhinein betrachtet war es die richtige Entscheidung! Auch wenn das jetzt klingen mag, als wäre es aus einem schlechten Werbespot herausgeschrieben – es stimmt. Ich habe es bis heute nicht bereut, mich nach einem FSJ erkundigt zu haben.

Denn das FSJ hat mir gezeigt, wie das wahre Leben funktioniert und ich kann Dir versichern, du wirst die Schulzeit für immer anders wertschätzen.

Durch eine gute Bekannte bin ich überhaupt auf das FSJ aufmerksam geworden, denn sie schwärmte stets über ihre Einsatzstelle und da auch sie einen Weg in die Medizin anstrebte, begann ich mich zu informieren und – „Voilà“ – hier bin ich.

Schon mein erster Arbeitstag begann spannend, 05.40 Uhr aufstehen, selbstständig auf Arbeit fahren – nicht mehr wie früher mit dem Bus. Man kommt auf der Arbeitsstelle an, geht in seine Abteilung – in meinem Fall der OP des Klinikums Döbeln – und wird hineingeworfen in einen großen Pool fremder Leute – eine Art Familie, für mich eine unangenehme Situation. Die erste Herausforderung des FSJs bestand also darin, sich in diese große Familie als Neuankömmling einzuarbeiten.

Meine ersten Monate verbrachte ich damit als Lagerungspfleger zu arbeiten, vom Einschleusen bis hin zum Lagern der Patienten auf den OP-Tischen und in den OP-Sälen – ich hatte mich nach wenigen Wochen gut eingefunden und wurde zu einem wichtigen Mitglied des OP-Teams. Nach den ersten Monaten wechselte ich in die ZSVA (Zentrale Sterilgutversorgungs Abteilung) des OPs in Döbeln, in welcher ich heute noch bin. Hier bin ich vor allem mit dem Wiederaufbereiten der Instrumente und Prothesensysteme zuständig. Dadurch bin ich in der Lage bereits jetzt viel über Instrumentenkunde, Operationen und die generellen Abläufe zu lernen. Was jetzt möglicherweise einfach klingt, ist jedoch ein höchst verantwortungsvolles Tätigkeitsfeld, welches hohe Konzentration erfordert.

Das Freiwillige Soziale Jahr bietet mir einen Einblick in die Medizin, wie ihn nur wenige bekommen. Ich weiß nun, wie die Dinge „hinter den Kulissen“ aussehen – dadurch kann ich mir ein großes Maß an Wissen aneignen, kann vor allem mich selbst weiterentwickeln. Ich kann einen Einblick in die verschiedenen Abteilungen eines Krankenhauses bekommen, lerne neue tolle Leute kennen und knüpfe Freundschaften fürs Leben.

Ich kann abschließend nur jedem ein FSJ empfehlen, aber nicht nur denen, die noch keine Idee für ihre Zukunft haben, sondern auch den Menschen, die schon wissen, wie ihre Zukunft aussehen soll. Auch wenn ich im Nachhinein feststelle, dass das, was ich im FSJ als Aufgabenfeld erledigt habe, mir nicht einhundertprozentig zugesagt hat, dann ist auch dies eine Erkenntnis fürs Leben, die den großen Stein des Lebens weiter feilt.

Umso trauriger ist es, dass der Ruf des FSJ in den Köpfen der Leute noch ein etwas angestaubtes Image besitzt, doch genau dafür schreibe ich diesen Blog.

Niemand muss sich für ein FSJ rechtfertigen, ganz im Gegenteil, jeder, der kein FSJ absolviert, verschwendet eine Erfahrung für das ganze Leben!

Jannik

Landesaktionswoche Freiwilligendienste 2021

Die Landesaktionswoche Freiwilligendienste soll auf freiwilliges Engagement in Sachsen aufmerksam machen und anderen Menschen zeigen, wofür beispielsweise ein Freiwilliges Soziales Jahr sinnvoll sein kann.

Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist die freiwillige Unterstützung für Krankenhäuser, (Alten-) Pflegeeinrichtungen, Schulen und Horte, Kindertagesstätten, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung usw. eine wertvolle zusätzliche Hilfe.

Für die Teilnehmer selbst ergeben sich viele neue und wertvolle Erfahrungen, das Gefühl gebraucht zu werden sowie eine berufliche Orientierung durch einen intensiven Einblick in das alltägliche Geschehen verschiedener sozialer Einrichtungen.

Die Jugendlichen unseres Trägers haben im Rahmen der Landesaktionswoche ein Foto von sich in ihrer Einsatzstelle aufgenommen und mit einem Hashtag versehen, der auf deren Motivation oder Ziel ein FSJ abzuleisten hinweist.

Seht selbst…

 

Vielen Dank an alle Jugendlichen, die sich an der Foto-Aktion anlässlich der diesjährigen Landesaktionswoche beteiligt haben.

Ihr seid einfach Spitze!

…und ein wertvolles Mitglied in eurer Einsatzstelle und der Gesellschaft!

 

Euer Team vom Bereich „Mensch für Mensch“

Meine Erfahrungen im Freiwilligen Sozialen Jahr

Heute berichtet Lisanne, welche Erfahrungen sie in ihrem ersten halben Jahr im FSJ sammeln konnte und bei welchen Aufgaben sie im Gymnasium unterstützen kann. Lest  selbst:

 

Meine Erfahrungen im Freiwilligen Sozialen Jahr

Ich heiße Lisanne, bin 21 Jahre alt und absolviere mein FSJ am Martin-Luther-Gymnasium in Hartha. Nachdem ich mein Studium abgebrochen hatte, wollte ich mich nicht direkt ins nächste Studium stürzen, sondern mir Zeit nehmen, um mich beruflich neu zu orientieren. Da ich den Lehrerberuf sehr interessant finde, habe ich mich entschieden, ein FSJ in einer Schule zu machen.

Meine Aufgaben in der Schule sind sehr vielfältig. Am Anfang des Schuljahres habe ich die neuen fünften Klassen mit begleitet. Ich habe sie in ihrer ersten Schulwoche, der Begegnungswoche, unterstützt. Dort lernten sie die Schule und auch ihre neuen Mitschüler kennen. Außerdem biete ich noch eine Hausaufgabenbetreuung an, wenn die Schüler lange auf den Bus warten müssen. Ich helfe aber auch den Lehrern im Unterricht  z.B. bei Gruppenarbeiten oder passe auch auf Schüler auf, die einen Test nachschreiben müssen. Ich unterstütze auch bei Tätigkeiten im Sekretariat, schreibe Elternbriefe und führe die Schulchronik weiter.

Neben der Arbeit in der Einsatzstelle werden auch regelmäßig Seminare durchgeführt, in denen man auf die anderen FSJ´ler trifft. Coronabedingt mussten leider einige Seminare abgesagt werden. Doch die erste Seminarwoche war sehr schön. Man lernt viele neue Menschen kennen und kann sich auch mit ihnen austauschen.

Ich kann ein FSJ jedem empfehlen, der eine Möglichkeit sucht, sich über seine Zukunft klarer zu werden. Man kann somit den Beruf erst einmal austesten, ob dieser auch zu einem passt. Außerdem gewinnt man viele neue Erfahrungen und wächst über sich selbst hinaus.

 

…solltest Du nun neugierig geworden sein, kannst Du Dich gern bei uns für ein Freiwilliges Soziales Jahr bewerben.

Derzeit läuft das Bewerbungsverfahren für das neue Durchgangsjahr ab September 2021. Es besteht aber auch die Möglichkeit in das laufende FSJ noch einzusteigen.

Wir freuen uns auf Dich!

 

Und wie sieht deine Zukunft aus?

…dies ist eine Frage, die man vor allem auf Familienfeiern immer wieder zu hören bekommt und meist noch keine Antwort darauf weiß. Wie so vielen jungen Menschen war mir nach 12 Jahren Schule und einem Abschluss in der Tasche nicht klar, wie es weiter gehen sollte. Man kennt nichts anderes als den Schulalltag und weiß danach nichts mit sich selbst anzufangen. Durch Schule charakterisiert und definiert, macht man sich also auf den Weg in das unbekannte Etwas, was man auch als „Zukunft“ bezeichnet. Wer bin ich jetzt? Ich dachte mir, die beste Art das herauszufinden und vor allem mich selbst zu finden, wäre es, sich von allem loszureißen und für ein Jahr in das Ausland zu gehen. Jedoch lief es ganz anders als geplant, denn Corona hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt stand also die Frage im Raum: Was nun? Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, das Jahr zwischen meinem Schulabschluss und dem Studienbeginn sinnvoll zu nutzen und nicht nur zu Hause herumzusitzen und bin dabei auf das Konzept des Freiwilligen Sozialen Jahres gestoßen.

Junge Menschen arbeiten in gemeinwohlorientierten Einrichtungen, um ihr soziales Engagement in Handeln umzusetzen, so steht es auf der Website. Jedoch ist ein FSJ noch so viel mehr in meinen Augen und du wirst das sicherlich auch so sehen, wenn du erst einmal mit deinem FSJ begonnen hast. Ein FSJ hat mir die Möglichkeit gegeben, in einen sozialen Arbeitsbereich hinein zu schnuppern, ohne dass dieser unbedingt mein Traumberuf sein muss. Dabei ist es wichtig, sich auszuprobieren und sich selbst weiterzubilden, denn das Konzept des FSJs ist dafür da, den eigenen Horizont zu erweitern, sich selbst zu finden, auch wenn das heißt, dass man nach dieser Zeit weiß, was man in Zukunft zum Beispiel nicht machen möchte. Ein verschwendetes Jahr ist es keinesfalls.

Ich arbeite an der Pestalozzischule in Rochlitz, eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Für mich war ab meinem ersten Gespräch in der Einsatzstelle klar, dass ich perfekt in das Team passe und mich vor allem auch wohl fühlen werde. Nach einem halben Jahr an der Schule lerne ich jeden Tag etwas Neues dazu, ich lerne für mein Leben und vor allem lerne ich auch meine persönlichen Grenzen, Stärken und auch Schwächen besser kennen und das kommt oft in der Schulzeit zu kurz. So ein Arbeitsalltag kann üblicherweise auch etwas anstrengender werden, aber letztendlich lohnt sich jede Minute, jede Sekunde, weil ich weiß, dass ich dieses FSJ für mich selbst mache und zur gleichen Zeit ein Teil von etwas Größerem sein kann. Ich unterstütze die Lehrer durch die Begleitung des Unterrichts und bin auch in der Hortaufsicht tätig, gleichwohl bin ich viel mehr in den Augen der Kinder und auch in den Augen der Einsatzstelle: Ich bin eine große Unterstützung, ein Vorbild, eine Zuhörerin und noch vieles mehr. Die Arbeit mit den Kindern bringt mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, da man durch die vielen traurigen und auch unschönen Schicksale dieser merkt, dass die Welt eben nicht gerecht ist und es genug Menschen gibt, die in schlimmen Situationen nicht mehr weiterwissen und Hilfe brauchen. Desto schöner ist es für mich zu wissen, dass ich diesen Menschen helfen kann und vor allem für die Kinder da sein kann, die diesen Kreislauf mit eigener Kraft durchbrechen können. Es reicht schon ein Satz wie: „Das hast du toll gemacht!“ oder „Ich bin stolz auf dich!“, um den Kindern eine Freude zu machen und es verschönert mir jeden Tag das Lachen der Kinder zu sehen, die eigentlich nicht viel zu lachen haben beziehungsweise nicht oft lachen können.

      

Genau aus diesem Grund gibt es in jedem FSJ ein Projekt, was man mit den Kindern zusammen durchführt, um diese eben noch besser kennenzulernen und auch zu lernen, dass man mit jedem Kind anders umgehen muss und auch soll, denn Kinder sind nun einmal nicht alle gleich und das ist auch richtig so. Durch gemeinsames Arbeiten kann man viel schaffen und das müssen nicht nur die Kinder lernen, sondern oftmals auch wir junge oder auch ältere Erwachsene, denn genau das geriet manches Mal in Vergessenheit. Schon kleine Basteleien und ein Besuch vom Weihnachtsmann gibt jedem Kind wenigstens die Chance auf ein sinnliches und frohes Fest, was ich mit meinem Projekt auch erreichen wollte, da nicht jedes Kind Weihnachten in einem guten Elternhaus verbringen kann, in welchem sie möglicher Weise weder anerkannt noch geliebt werden und das zerreißt mir das Herz. Dadurch konnten die Kinder etwas erleben, wofür sie in manchen Fällen noch keine Gelegenheit hatten und das Beste ist: Die Kinder geben das einem immer zurück. Diese Dankbarkeit merke ich nicht nur an den vielen kleinen Basteleien oder gemalten Bildern, die ich in den letzten Monaten von den Kindern geschenkt bekommen habe, sondern auch daran, dass ich für viele eine Bezugsperson geworden bin und sie sich auch jeden Morgen freuen mich zu sehen. Sie wissen, dass sie immer mit mir reden können und vertrauen mir deshalb sehr viel an. Es ist ein tolles Gefühl, auf diese Art und Weise aufgenommen zu werden und sich willkommen zu fühlen. Einerseits haben mich die Kinder sehr liebevoll aufgenommen und akzeptiert und andererseits bin ich ein Vorbild für sie und natürlich trotzdem eine Erzieherin. Doch nicht nur die Einsatzstelle hat mich super in das Team aufgenommen, sondern auch die FSJ-Stelle. Ich kann mich bei jedem Problem oder bei jeder Frage an meinen Träger wenden und werde sehr lieb einbezogen. Ich habe mich in meinem ganzen FSJ nie unwohl oder ungewollt gefühlt, sondern immer wie ein vollwertiges Mitglied des Teams und das ist ein unbeschreiblich gutes Gefühl, so akzeptiert zu werden, wie man ist. Also wie sieht deine Zukunft aus? Sozial!

Ich würde mich immer wieder für ein Freiwilliges Soziales Jahr entscheiden!

Michelle

 

Wer ist denn überhaupt das Team vom Bereich „Mensch für Mensch“?

…einige, die bereits mit der ein oder anderen Mitarbeiterin des Bereiches „Mensch für Mensch“ am Telefon zu tun hatten, haben sich die Frage vielleicht schon einmal gestellt. Und was machen die eigentlich den ganzen Tag, gerade zu Corona-Zeiten, wo gar keine Seminare stattfinden können?

Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, hat sich der Bereich „Mensch für Mensch“ im November 2020 mit einem Abteilungsportrait in der Mitarbeiterzeitung „LMK News“ vorgestellt. Damit auch alle anderen einen Einblick erhalten können, soll dieser Artikel nun auch auf unserer Homepage einen Platz finden:

 

Die LMK gGmbH als Träger für Freiwilligendienste

Der Bereich „Mensch für Mensch“ stellt sich vor

Einblick in einen aktuell „gewöhnlichen“ Arbeitstag: „Es ist morgens 8:00 Uhr und wir öffnen unsere historischen Hallen in der alten „Schwesternheim-Villa“ in Rochlitz. Noch nicht ganz zur Tür herein, klingelt bereits das Telefon – mal wieder eine Krankmeldung unserer Freiwilligen. Wir fragen: „‘Normales krank‘ und/oder wurde ein Corona-Test gemacht?“.
Nachdem das Telefonat beendet ist und alles schriftlich dokumentiert wurde, fahren wir unseren Computer hoch, um alles digital festzuhalten, legen unser Namensschild an und checken unser E-Mail Postfach.
Im Team beraten wir den Ablauf für den heutigen Tag und die kommenden Tage… Gibt es neue Corona-Verordnungen/Auflagen? Wie wollen wir unsere Teilnehmer*innen und Einsatzstellen darüber in Kenntnis setzen? Wer kümmert sich darum? Wer hat diese Woche Krisengespräche in den Einsatzstellen? Gibt es neue Bewerber? Wer führt das Gespräch? usw.
Wenn alle aktuellen „To-dos“ geklärt sind, beginnt jeder mit seiner Arbeit … Fehlenden Unterlagen unserer Freiwilligen hinterher telefonieren,  Eingangs- und Ausgangspost bearbeiten, Urlaubs- und Krankenscheine eintragen, Beratungsgespräche am Telefon führen – dazugehörige Termine mit Einsatzstellen und Freiwilligen vereinbaren, neue Teilnehmer*innen Akten anlegen, pädagogische Inhalte für die geplanten Seminartage und Seminarwochen ausarbeiten und vorbereiten, um sie derzeit leider kurz vor knapp doch wieder absagen zu müssen, Beleglisten kontrollieren und Statistiken pflegen, um die Abrechnungen ordentlich durchführen zu können, etc.
Gegen 16:30 Uhr heißt es ‚Feierabend‘ – Wir verbarrikadieren jede Tür mehrfach, denn Unbekannte haben schon manchmal unsere Räumlichkeiten mit dem Grünen Gewölbe verwechselt, begeben uns zum Ausstechen und treten den Heimweg an.“  

Seit 2007 ist die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH ein vom Land Sachsen anerkannter Träger für die Durchführung des Freiwilligen Sozialen Jahres. Der verantwortliche Bereich “Mensch für Mensch“ bietet seitdem jungen Menschen sachsenweit in verschiedenen Einrichtungen die Möglichkeit ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Die Einsatzbereiche umfassen ein breites Spektrum: von Gesundheits- und Altenhilfe (Krankenhäuser, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationseinrichtungen etc.) bis hin zum Kinder-und Jugendbereich (Kitas, Horteinrichtungen, Schulen etc.). Auch im eigenen Haus kommen junge Freiwillige seit Beginn zum Einsatz und unterstützen das Fachpersonal bei alltäglichen Aufgaben. Erste Erfahrungen im beruflichen Alltag, das Aneignen spezifischer Kompetenzen und die damit verbundene Berufsorientierung stehen dabei im Vordergrund. Neben der überwiegend praktischen Vollzeit-Tätigkeit in der Einsatzstelle gehören auf Grundlage des Jugendfreiwilligendienstegesetzes auch 25 Bildungstage bei 12-monatiger Einsatzzeit dazu.

Seit 2011 ist es durch die Einführung des Bundesfreiwilligendienstes auch Menschen über 27 Jahren möglich sich freiwillig in verschiedensten sozialen Einrichtungen, Gemeindeverwaltungen und Kirchgemeinden sachsenweit zu engagieren. Die älteren Freiwilligen können in Teilzeit mit mindestens 20,5 Wochenstunden tätig werden und müssen nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz monatlich einen Bildungstag absolvieren. Lebenslanges Lernen und Anerkennung ihres Engagements stehen dabei im Vordergrund. Die Motivationen sind vielschichtig. Sie reichen von dem Wunsch nach einem strukturierten Alltag, dem Ausführen einer sinnvollen Tätigkeit bis hin zur Entwicklung neuer persönlicher und beruflicher Perspektiven.

Das und sich wieder als Teil der Gesellschaft zu fühlen und zu verstehen sind auch Motivationen für den Freiwilligendienst aller Generationen, der 2014 unter der Trägerschaft der LMK gGmbH etabliert wurde. Diese Form des freiwilligen Engagements ist angelehnt an das klassische Ehrenamt mit einer Dienstzeit von 10 bis maximal 20 Stunden/Woche. Als Träger sind wir für die Durchführung des gesetzlich geregelten Freiwilligendienstes im Landkreis Mittelsachsen, der Stadt Chemnitz und dem Erzgebirgskreis zuständig. Die Freiwilligen nehmen ebenfalls an Bildungstagen teil, um ihre persönlichen, fachlichen und sozialen Kompetenzen weiter zu stärken.

Wer gern mehr zu den Freiwilligendienstformaten, persönlichen Erfahrungsberichten und möglichen Einsatzbereichen erfahren möchte, kann sich hier auf der Homepage informieren.

Zu den Hauptaufgaben des Teams gehören:

  • die Durchführung von Bewerbungsgesprächen und die Vermittlung an geeignete Einsatzstellen
  • verwaltungsrelevante Aufgaben wie die Erstellung von Verträgen und weiteren notwendigen Unterlagen für die Teilnehmer*innen
  • die pädagogische Begleitung und Unterstützung der Freiwilligen in allen Lebenssituationen
  • Unterstützung bei der Problembewältigung und Krisenmanagement
  • Durchführung von Feedback- und Reflexionsgesprächen in den sachsenweiten Einsatzstellen
  • Informationsaustausch und -weiterleitung mit Freiwilligen und Einsatzstellen
  • die organisatorische, inhaltliche und methodische Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Seminartage und -wochen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Akquise von neuen Freiwilligen und Einsatzstellen
  • die Erhebung statistischer Daten
  • die Abrechnung der finanziellen Fördergelder von Bund und Land

Das reine Frauenteam des Bereiches wird seit 2016 von Melanie Wallukat-Samtleben geleitet. Sie wird aktuell von fünf Mitarbeiterinnen unterstützt, die alle einen Abschluss der Sozialpädagogik oder Sozialarbeit nachweisen können und die Teilnehmer*innen in den einzelnen Freiwilligendienstformaten betreuen. 

Für das Freiwillige Soziale Jahr stehen derzeit Frau Lau (seit 2017 Mitarbeiterin im Bereich), Frau Nitzsche-Frühauf (Mitarbeiterin seit 2018), Frau Pfefferkorn (Mitarbeiterin seit 2020 / 2017-2020 BA-Studentin des Bereiches) und Frau Garmatsch (Mitarbeiterin seit 2014 / derzeit in Elternzeit) als Ansprechpartner zur Verfügung. Der Bundesfreiwilligendienst wird zur Zeit von Frau Reinhardt (Mitarbeiterin 2007-2013 / seit 2017) betreut und für den Freiwilligendienst aller Generationen ist Frau Mai (Mitarbeiterin seit 2014) zuständig.

Unten von links nach rechts: Christin Pfefferkorn, Melanie Wallukat-Samtleben, Rebecca Reinhardt
Oben von links nach rechts: Bianca Mai, Claudia Lau, Anja Nitzsche-Frühauf

 

Wir hoffen, hiermit einen kleinen Einblick in unsere Arbeit gegeben zu haben und beantworten jederzeit gern Ihre und Deine Fragen zu allen Freiwilligendienstformaten.

Das Team vom Bereich „Mensch für Mensch“

 

 

Eine FSJ-Zeit geht zu Ende…

Einige unserer Jugendlichen im Freiwilligen Sozialen Jahr verlassen uns und ihre Einsatzstellen gelegentlich schon vorzeitig. Grund dafür sind zumeist die Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums, die im Frühjahr beginnen.

Wie wertvoll bereits diese kurze FSJ-Zeit von sechs Monaten sein kann, haben wir kürzlich von Anna erfahren, die ihr FSJ im Krankenhaus geleistet hat.

Mit einem Dankeschön und ein paar netten Worten hat sie unserem Team vom Bereich „Mensch für Mensch“ eine große Freude gemacht:

 

Liebes „Mensch für Mensch“-Team,

ich möchte mich auf diesem Weg bei Ihnen bedanken.
Danke, dass Sie mir die Möglichkeit gegeben haben, mir noch einmal klar zu werden, wie wunderschön das Zusammenarbeiten mit Menschen ist. Ich bin unheimlich dankbar für alle Erfahrungen, Eindrücke und Erinnerungen, die ich in der FSJ-Zeit sammeln konnte und kann noch gar nicht glauben, dass diese Zeit schon wieder vorbei ist.

Ich habe in dieser Zeit viel über mich, aber vor allem über die wirklich wichtigen Dinge im Leben lernen können.
Danke, dass Sie mir dabei immer zur Seite standen und diesen Weg mit mir gegangen sind. Die Zeit meines FSJ wird mir für immer in Erinnerung bleiben.

Machen Sie weiter so und zeigen Sie noch mehr jungen Menschen, wie toll es ist, einen sozialen Beruf auszuführen.

Vielen lieben Dank für alles!
Liebe Grüße Anna

Auch wir möchten uns bei Anna für Ihre Engagement im Krankenhaus danken.

Es ist für die Mitarbeiter der sozialen Einrichtungen immer wieder eine Bereicherung, wenn junge Menschen sich dafür entscheiden, dieses Arbeitsfeld kennenlernen und tatkräftige Unterstützung während ihrer FSJ-Zeit leisten zu wollen.

Für Anna und alle anderen, welche das FSJ aufgrund eines Studiums oder einer Ausbildung vorzeitig beenden, wünschen wir auf diesem Weg noch einmal alles erdenklich Gute, viel Freude beim Erlernen des Wunschberufes und natürlich auch eine erfolgreiche Ausbildung bzw. ein erfolgreiches Studium.

Wir hoffen, ihr denkt auch immer mal wieder an eure FSJ-Zeit zurück.

Herzlichen Dank an euch!

 

Das Team vom Bereich „Mensch für Mensch“

Ist ein FSJ vor der Ausbildung sinnvoll?

Die Schule geht zu Ende und du weißt noch nicht genau, wie es danach weiter gehen soll? Auf Ausbildung/Studium und büffeln hast du erst einmal keine Lust?

Hast du schon mal über ein Freiwilliges Soziales Jahr nachgedacht?

Es bietet eine gute Möglichkeit, um sich beruflich zu orientieren, den vorhandenen Berufswunsch zu festigen und ins Arbeitsleben hinein zu schnuppern. Viele neue persönliche und berufliche Erfahrungen kannst du bei deiner Tätigkeit in einer sozialen Einrichtung erwerben.

Johanna leistet seit September 2020 ihr FSJ in einem Krankenhaus. Hier kannst du lesen, wieso sie sich für ein FSJ entschieden hat und wie sie die ersten fünf Monate erlebt hat.

 

Ist ein FSJ vor der Ausbildung sinnvoll?

Ganz klar, ja!

Ich bin Johanna, 17 Jahre alt und ich habe mich mit 16 dazu entschieden, ein Freiwilliges sSziales Jahr im Krankenhaus zu machen. Meine Mutti arbeitet auch im Krankenhaus, dadurch habe ich schon viel über den Beruf, als Gesundheits- und Krankenpfleger, erfahren und mich bereits schon sehr früh dafür interessiert.

In der 9. Klasse habe ich ein zweiwöchiges Praktikum in der Uni Klinik Leipzig gemacht und mir hat diese Arbeit wirklich sehr gut gefallen. Jedoch war ich mir unsicher, ob dieser Beruf auf die Dauer was für mich wäre. Somit entschied ich mich dazu, nach meinem Realschulabschluss ein FSJ im Sana Klinikum Borna zu machen. Jetzt, nach 5 Monaten, kann ich sagen, dass es zu 100% die richtige Entscheidung für mich war.

Der Start in die Arbeitswelt hätte nicht schöner verlaufen können. Doch in den ersten zwei Wochen wurde ich zunächst mit vielen neuen und ungewohnten Dingen konfrontiert und ich war nach der Arbeit immer sehr müde und kaputt. Es war natürlich eine totale Umstellung für mich, nicht mehr in die Schule zu gehen und so extrem früh aufstehen zu müssen. Aber nach den ersten 10 Arbeitstagen bin ich langsam in diesen Rhythmus reingekommen und mir hat die Arbeit immer mehr Spaß bereitet.

Bereits nach einem Vierteljahr hatte ich schon sehr viel dazugelernt, wurde gut im Team aufgenommen und durfte mich sogar wie die anderen Schwestern und Pfleger kleiden. Mir wurden verantwortungsvolle Aufgaben gegeben und ich wusste oftmals sogar schon mehr, als Schüler aus dem 1. Lehrjahr.

In meinen Augen wäre das FSJ für viele der richtige Anfang, den Beruf, den man später ausüben möchte, erstmal ausgiebig kennenzulernen. Und wenn man sich nach dem FSJ für eine Ausbildung in diesem Beruf entschieden hat, wird man einen klaren Vorteil gegenüber den anderen haben, die frisch aus der Schule kommen, denn man hat sich schon gut an das Arbeitsleben und den Alltag gewöhnt und vor allem viel dazu gelernt. Ich war auch ganz froh, dass ich mich erstmal an die Arbeit gewöhnen konnte, ohne den Druck haben zu müssen, nebenbei zu lernen.

Mittlerweile bin ich mir sehr sicher, dass ich meine Ausbildung im Sana Klinikum machen möchte und die richtige Entscheidung für mich getroffen habe, das FSJ gemacht zu haben.

 

Und, bist du neugierig geworden?
Dann bewirb dich bei uns für deine Stelle im FSJ ab September 2021!

Solltest du aktuell noch nach einer neuen Herausforderung suchen, kannst du dich ebenso bei uns bewerben. Es gibt noch freie Stellen im FSJ.

Weitere Informationen sowie eine Übersicht über Einsatzmöglichkeiten im Freiwilligen Sozialen Jahr erhältst du hier auf unserer Homepage.

Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

Das Team vom Bereich „Mensch für Mensch“